Minister Laumann: Wer suchtkrank ist und auf der Straße lebt, braucht besondere Hilfen

Starttermin für Projekte des Diakonischen Werks Mönchengladbach ist der 1. Oktober 2020

Land fördert Projekte in Bochum, Bonn, Kreis Borken, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Kreis Euskirchen, Kreis Gütersloh, Kreis Herford, Köln, Kreis Mettmann, Mönchengladbach, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Steinfurt, Kreis Wesel, Wuppertal.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales informiert:

Von Bochum bis Wuppertal – landesweit gehen in zunächst 16 Städten und Kreisen Projekte an den Start, die speziell auf obdachlose Menschen mit einer Suchterkrankung zugeschnitten sind. „Jeder zweite ob-dachlose Mensch ist suchtkrank, und die Coronakrise hat Menschen ohne Wohnung zusätzlich hart getroffen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Sucht ist eine Krankheit, die neben gesundheitli-chen auch viele soziale Probleme nach sich zieht. Deshalb ist es wichtig, dass wir gezielt auf diese Menschen zugehen und ihnen passgenaue Beratung und Hilfe anbieten.“

Mit jährlich bis zu zwei Millionen Euro fördert das Gesundheitsministerium die ambulante Suchthilfe insbesondere in Städten mit hoher Wohnungslosigkeit. Träger von Sucht- und Drogenberatungsstellen erhalten Gelder für zusätzliche Personalstellen inklusive Sachkosten. Damit soll insbesondere die aufsuchende Suchtberatung für obdachlose Menschen ausgebaut werden. Außerdem ist eine engere Zusammenarbeit der Suchtberatung mit den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und den mobilen medizinischen Diensten vorgesehen.
Die Suchthilfeprojekte sind der zweite Baustein der 2019 gestarteten Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE!“. Vorgesehen ist auch die Zusammenarbeit der Suchtberaterinnen und -berater mit den sogenannten „Kümmerern“, die im Rahmen des ersten Bausteins der Landesinitiative eingestellt wurden. Im Zuge einer Vereinbarung mit der Wohnungswirtschaft, die Wohnungen zur Verfügung stellen will, fördert das Land in 20 Städten und Kreisen die Einstellung von Sozialarbeitern und Immobilienfachkräften. Sie sollen sich darum kümmern, dass Menschen ihre Wohnung gar nicht erst verlieren. Und sie sollen wohnungslose Menschen in Wohnraum vermitteln und sie dort auch weiter betreuen.
Für die Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE!“ stehen beträchtliche zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung. Die Mittel zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit sind von 1,85 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 7,1 Millionen Euro im Jahr 2020 erhöht worden.
Allgemeine Informationen zur Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ und die Wohnungslosenstatistik finden Sie hier: www.mags.nrw/hilfe-bei-wohnungslosigkeit, nähere Infos zum Suchthilfeprogramm für wohnungslose Menschen finden Sie hier: www.mags.nrw/suchterkrankungen

Wohnungslosenhilfe

Der Fachbereich Wohnungslosenhilfe mit den Zentralen Beratungsstellen Kapuzinerstraße (Männerberatung) und Oskar-Kühlen-Straße (Frauenberatung), den verschiedenen Wohnprojekten sowie der Aufsuchenden Hilfe bieten persönliche Hilfe und Unterstützung für Männer und Frauen, die akut wohnungslos sind, wohnungslos waren oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Die gesetzliche Grundlage der Arbeit für die Beratungsstellen und für die Wohnprojekte sind die §§53 ff und 67 ff des SGB XII.

Ein multi-professionelles Team aus

  • Diplom-SozialarbeiterInnen
  • Diplom-SozialpädagogInnen
  • examinierten Krankenschwestern
  • MitarbeiterInnen im Bereich Hauswirtschaft u. Haustechnik
  • Verwaltungsangestellten
  • einer Diplom-Pädagogin sowie
  • einer Diplom-Sozialwirtin

bietet Beratung, Betreuung und Begleitung für Menschen mit sozialen Schwierigkeiten und/oder Behinderungen. Unsere Arbeit wird zusätzlich von ehrenamtlichen Kräften unterstützt.

Durch Qualitätsmanagement, Supervision, Fortbildungen der MitarbeiterInnen, und einer am Bedarf orientierten konzeptionellen Weiterentwicklung der Hilfsangebote gewährleisten wir die Qualität der sozialen Arbeit. Die Kooperation mit den im Hilfesystem der Stadt tätigen Einrichtungen und Fachdiensten sichert eine bestmögliche Versorgung unserer Zielgruppe.

Helfen Sie uns!

Hier erfahren Sie wie Sie uns helfen und uns in unserer Arbeit unsterstützen können.

Geldspenden

Stadtsparkasse Mönchengladbach
IBAN DE33 3105 0000 0000 1587 90
BIC MGLSDE33XXX

Ehrenamtliche Mitarbeit

Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit unserer Fachbereichsleiterin Frau Bloschak unter der Telefonnummer 0 21 61 / 57 66 90. Wir freuen uns auf Sie!

Gebrauchte Bekleidung oder Kleinhausrat

Gebrauchte oder neue Bekleidung, Bettwäsche, Handtücher, Kleinhausrat und ähnliches können montags bis freitags in der Zeit von 9:00-12:00 Uhr in der Zentralen Beratungsstelle für Frauen oder in der Zentralen Beratungsstelle für Männer abgegeben werden.

Zentrale Beratungsstelle für Männer
Kapuzinerstr. 44
41061 Mönchengladbach
Telefon: 0 21 61 / 57 66 90

Zentrale Beratungsstelle für Frauen
Oskar-Kühlen-Straße 14
41061 Mönchengladbach
Telefon: 0 21 61 / 20 70 46

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